Reviere & Geschichten

Eine Abwurfstange – sogar für das renommierte Senckenbergmuseum

Im Jahr 1972 wurde im Revier Olfen eine ganz besondere Abwurfstange gefunden.

Das Revier Olfen umfasste damals 517 ha und wurde durch den Bachlauf in „Ost“ und „West“ unter den zwei Pächtern Herrn Faust (West) und Herrn Kutter (Ost) aufgeteilt.

Olfen liegt an der Nord-Ost-Grenze des Rotwildgebietes Odenwald und kann hinsichtlich der Rotwild-Population eher als Randrevier einstuft werden. Aber diese Randreviere sind ja oft die Einstände, die von heimlichen alten Hirschen aufgesucht werden. So standen öfters alte Hirsche Ausgangs des Winters und im zeitigen Frühjahr gerne im Süden des Reviers. Continue reading


„… das Gewehr holst Du morgen!“

Georg Helm hatte die Jagd in Airlenbach, einem Ortsteil von Beerfelden von 1945 bis 1969 gepachtet.

Helm’s Schorsch, wie er im Ort genannt wurde, war Landwirt, bewirtschaftete seinen ca. 50 ha großen Hof mit Kühen und Schweinezucht, betrieb nebenbei eine kleine Versicherungsagentur und war passionierter Jäger. Ab 1969 war Heinrich Neff der offizielle Pächter, aber Georg Helm bejagte bis zu seinem Tod den Bereich um seinen Bauernhof. Continue reading


Der Fallwild-Hirsch

Das Dorf Airlenbach ist ein Ortsteil von Beerfelden und liegt im nördlichen Bereich des Rotwildgebietes Odenwald.

Nach der Feistzeit zogen die Hirsche zur Brunft in die südlicher gelegenen „Kahlwild-Reviere“ und das Revier Airlenbach war dann sozusagen „rotwildfreies Gebiet“. Continue reading


Schwerpunkt Sensbachtal – bei de‘ Bank

Ein überragendes Zentrum der Rotwildhege war das Sensbachtal in den Jahren von 1954 bis 1992. Eine große deutsche Bank unterhielt hier ihre Gästejagd und alle, Jäger und die einheimische Bevölkerung, sprachen mit großer Ehrfurcht davon, wenn „bei de‘ Bank“ Jagd war. Continue reading